Die Weisheit eines alten Mannes

Die Weisheit eines alten Mannes

Es gibt Geschichten, die klingen einfach nur schön und geben uns für einen kurzen Moment ein tolles Gefühl und es gibt Geschichten, die können alles verändern. Bewertest du oft die Situationen in denen du in deinem Leben steckst als „gut“ oder „schlecht“? Kennst du dieses Gefühl von innerer Unruhe, wenn dir eine Situation so garnicht gefällt wie sie ist? Oder du etwas nicht bekommen hast, was du unbedingt wolltest? Ich glaube, jeder kennt dieses Gefühl. Es liegt in unserer Natur Dinge und Situationen zu bewerten. Doch viel schöner und beruhigender ist es, wenn man das Leben einfach mal so sein lässt, wie es im Moment eben ist. Die Geschichte, die du gleich ließt, lehrt dich genau das. 

Der alte Mann und das Pferd

Es war einmal ein armer Mann, der in einem Dorf wohnte. Dieser Mann war sehr arm, aber er besaß ein Pferd, das so exquisit war, dass selbst Könige es ihm abkaufen wollten, zu jedem Preis. Doch der Mann lehnte immer wieder ab.

Doch plötzlich eines Morgens stellte er fest, dass das Pferd verschwunden war. Alle Menschen aus dem Dorf versammelten um ihr Mitgefühl auszudrücken.

Sie sagten: „Oh, was für ein Unglück, was hättest du für ein Vermögen mit diesem Pferd verdienen können und man hat dir dafür so viel geboten! Aber du warst ja leider zu dickköpfig und zu dumm. Jetzt ist das Pferd weg.“

Aber der alte Mann lachte nur und sagte: „Alles was man darüber sagen kann ist, dass das Pferd jetzt nicht mehr in seinem Stall ist. Lass also die Zukunft kommen dann wird man sehen was ist.“

Und dann nach wenigen Tagen kehrte das Pferd plötzlich zurück in seinen Stall. Und nicht nur das, es brachte eine ganze Herde wilder Pferde aus dem Wald mit. Und wieder versammelte sich das ganze Dorf und sie sagten: „Unglaublich, der alte Mann hatte Recht, sein Pferd ist tatsächlich zurückgekommen und es hat auch noch ein ganzes dutzend toller Pferde mitgebracht. Jetzt kann er so viel Geld verdienen, wie er will. Was für ein Glück er hat.“

Der alte Mann antwortete nur: „Wer weiß?!“

Und schon ein paar Tage später geschah es, dass der einzige Sohn des Mannes, der die neuen Pferde zu reiten wollte, dabei vom Pferd fiel. Er brach sich dabei seine Beine so schwer, dass er fortan wohl nicht mehr würde richtig laufen können. Die Menschen kamen wieder zu dem alten Mann und sagten: „Die Sache mit den Pferden hat sich als ein Fluch erwiesen. Da wäre es besser gewesen, wären die Pferde überhaupt gar nicht erst gekommen. Nun wird sein Sohn für sein Leben lang verkrüppelt bleiben.“

Aber der alte Mann sagte wieder nur: „Wer weiß?!“

Einige Wochen später ergab es sich, dass in dem Land ein Krieg ausbrach und alle die jungen Männer des Dorfes von der Regierung zwangsweise eingezogen wurden. Nur der Sohn des alten Mannes durfte zu Hause bleiben, weil er für den Krieg untauglich war.

Und wieder versammelten sich alle Menschen des Dorfes und klagten: „Unsere Söhne sind fort und du hast wenigstens noch deinen Sohn. Er mag zwar sein Bein gebrochen haben, aber er ist bei dir. Unsere Söhne sind für immer fort.“

Doch der alte Mann sagte wieder nur: „Ihr hört nicht auf zu urteilen. Sagt nur, dass man eure Söhne in die Armee eingezogen hat und dass mein Sohn nicht eingezogen wurde. Doch nur Gott, der das Ganze kennt, weiß, ob dies ein Segen oder ein Unglück ist.?!“

Aus dieser Geschichte lernen wir, dass wir nicht voreilig über etwas urteilen sollen. Wir wissen nie, ob etwas ein Fluch oder ein Segen ist. Wenn du nichts mehr bewertest, dann wirst du sehen, dass alles gut ist, so wie es ist. 

 

Dein Coach Erik 😉

Erik Neu
mail@newbodycoach.de
No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.